Edelsteine

Edelsteine faszinieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. In früheren Zeiten waren sie durch ihre Vielfalt für fast jeden erschwinglich. Sie dienen heutzutage weniger als Statussymbol wie in früheren Jahrhunderten, sondern werden immer mehr zur eigenen Freude getragen.

Die Schönheit der Edelsteine entsteht jedoch erst durch das schleifen und polieren der sonst eher unscheinbaren Mineralien. Für die Verarbeitung in Schmuckstücken eignen sich vor allem Steine mit einem höheren Härtegrad. Der härteste Edelstein ist auch zugleich der bekannteste, der Diamant mit Härte 10. Darauf folgen Rubin und Saphir aus der Korundgruppe mit Härte 9.

Besonders in den 80er Jahren wurden diese beiden (Rubin und Saphir) sehr oft mit Smaragden kombiniert. Das machte eine beträchtliche Menge des Schmuckmarktes aus. Heutzutage werden besonders schöne Steine meist alleine oder mit Brillanten als Umrandung getragen.

Die wichtigsten Fundorte des Rubins  sind Myanmar (ehemals Burma), Indien, China, Thailand und Laos. Als feinste Qualität wird eine blutrote Färbung, auch als „Taubenblut“ bekannt, bezeichnet. Leider werden heute kaum noch gute Qualitäten dieses Steines gefördert, was zu einem rasanten Preisanstieg dieses Edelsteines führte.

Die wichtigsten Fundorte des Saphirs sind Australien, Thailand, Russland, Madagaskar, Südafrika, China, USA, Kongo und Kanada. Auch wenn der Saphir als blauer Stein am bekanntesten ist (die Farbe entsteht durch Titan und Eisen), existiert er jedoch in allen erdenklichen Farben, jedoch nicht in schwarz und rot. Als feinste Qualität wird ein intensives Blau, auch als „kornblumenblau“ bekannt, bezeichnet. Auch hier gilt, wie beim Rubin, dass ein Preisanstieg wegen der Verknappung an hochwertigen Qualitäten stattfindet.

Der Diamant ist der wohl bekannteste Edelstein. Er ist der härteste, natürlich entstandene Stoff und weist auf der Mohs Skala eine Härte von 10 auf. Die größten Diamantvorkommen gibt es in Russland, Angola, Botswana, Sierra Leone, Südafrika, Australien und Brasilien.

Der Rohdiamant wird erst durch seinen Schliff zum Brillanten. Durch seine natürliche hohe Lichtbrechung entsteht das weltweite „Feuer“. Die Brillanz des Diamanten entsteht allerdings nur wenn der Schliff sehr gut ist, so dass der einfallende Lichtstrahl von Facette zu Facette reflektiert und durch das Oberteil des Steines zurückstrahlt.

Die bekanntesten Schliffarten sind: Brillant, Princess, Navette, Tropfen, Herz und Emerald - Schliff.

Der Wert des Diamanten  wird durch die vier großen C`s bestimmt: Carat (Gewicht), Clarity (Reinheit), Color (Farbe), Cut (Schliff).